Lass mich sein ganz nah(r) bei dir

Mit diesem Artikel möchte ich Sie anregen, Ihre Einstellung zum Stillen zu prüfen und positiv zu festigen. Fakten und Vorteile finden sich überall, heute jedoch möchte ich versuchen, Sie im Festhalten am Natürlichen zu stärken. Unterstützen Sie auch junge Mütter in Ihrer Nähe und helfen Sie, die körperlich anstrengende Babyzeit annehmbar zu gestalten.

Stillen ist wohl eines der wichtigsten Standbeine für Mutter und Kind. Dies ist unbedingt wörtlich zu nehmen, denn es ist nicht nur Grundlage für die Gesundheit des Kindes, sondern bringt auch die Mama wieder schneller auf die Beine.

Keine Alternative kann diese natürliche Einrichtung optimal ersetzen. Die durch das Stillen entstehende Bindung und Nähe zwischen Mutter und Kind sind ein wichtiges Fundament im Leben. Die Sinne des Babies werden stimuliert und angeregt, die Mutter wird ganz intim geschmeckt, gefühlt und gerochen und so auch kennengelernt. Muttermilch ist nicht nur Nahrung sondern auch Information. Stillen bedeutet nicht nur Ernährung des Körpers sondern auch des Geistes.

Natürlich möchte ich keine Mutter verurteilen, die aus unterschiedlichen Gründen ihr Kind nicht stillt, möchte jedoch unbedingt dazu anregen, alles daran zu setzen, diese natürliche Gabe, dem Kinde und auch der Mutter möglich zu machen. Auf keinen Fall sollte leichtfertig mit diesem Thema umgegangen und vorschnell aufgegeben und ersetzt werden.

Für die Mutter bedeuten das Saugen und die Milchproduktion wichtige körperliche Rückbildungen und Stabilisierung nach Schwangerschaft und Geburt. Das Gewebe festigt sich schneller wieder und chemisch biologische Prozesse werden ins Gleichgewicht gebracht.

Zugleich bildet es eine Grundlage für die körperliche Gesundheit für Mutter und Kind. Das anstrengende Saugen fördert eine bessere Belüftung des Nasen-Rachenraumes. Die natürliche Immunabwehr wird angeregt und Antikörper an das Kind weitergegeben. Durch die intensive Nähe erfährt das Kind einen bedeutenden Nestschutz und Schutz gegen äußere Einwirkungen. Da Mutter und Kind sich in dieser Zeit in gewisser Abhängigkeit voneinander befinden (das Kind muss ernährt, die Mutter geleert werden) und somit auch meist am selben Ort weilen, bildet die Mutter z. Bsp. genau die Antikörper gegen die Erreger, mit denen auch das Kind in Kontakt kommt.

Das anfängliche Stillen nach Bedarf fordert und fördert eine zeitintensive Hingabe. Stillen ist ein Vollzeitjob! Aber es ist ein befristeter „Arbeitsvertrag“, das sollten wir niemals vergessen. Er ist zu keiner Zeit nachholbar! und hat auch einmal sein Ende.

Wird an dieser Arbeit in den ersten Monaten gespart, muss sie später meist mehrfach und weitaus zeitaufwendiger ausgeglichen werden. Instabile Immunabwehr auf unterschiedlichen Ebenen fordert im Nachhinein vielfach mehr Aufwendung, Leistung und Leiden.

Auch ist das Stillen wesentlich einfacher zu handhaben als Flasche und Pulver. Man hat immer alles dabei und die Temperatur ist auch immer optimal, zumal man gerade nachts kaum die Augen öffnen muss ; ) (von Qualität der „Ware“ und finanziellem Faktor mal ganz abgesehen).

Es ist ausgesprochen wichtig an das richtige Anlegen eingeführt zu werden. Oft braucht es zu Beginn etwas Geduld und Ausdauer. Gründen, warum es nicht so recht klappen will oder starke Verletzungen der Brust, muss nachgegangen und Lösungen gesucht werden. Hier bieten Stillberatung, klassische Homöopathie, Bachblüten und Osteopathie geeignete Hilfe. „Läuft“ es erstmal, kommt es später meist nur noch zu kleineren Stillkrisen, die bei Beachtung natürlicher Vorgänge und aufmerksame Beobachtung einfacher behoben werden können.

Die Natur hat sorgsam an alles gedacht und uns auch Wege zurück zu ihr gebaut, falls wir den Pfad mal verlieren.

Gerne stehe ich Ihnen beratend zur Seite. Alles Gute!

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